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| Mechanische Reinigungsstufe
Mit dem Abwasser gelangen Feststoffe wie kleine Holzstücke,
Plastiktüten, Toilettenartikel, Windeln, etc. zur Anlage. Diese haben
grundsätzlich nichts im Abwasser zu suchen, müssen aber leider
ausgesondert werden. Dies geschieht in der ersten Reinigungsstufe dem sog.
Rechen. In dem Abwasserstrom befindet sich ein Siebkorb mit einem Abstand
der Stäbe von rd. 7,0 mm. Der Korb hält die Feststoffe zurück
und mittels einer Förderanlage gelangen diese in einen Behälter
und werden auf der Deponie entsorgt.
Mit dem Abwasser gelangen auch geringe Sandbestandteile, aber auch
natürliche Fette zur Anlage. Mit der Reduzierung der
Fließgeschwindigkeit des Abwassers sondern sich die Sandbestandteile
ab bzw. die Fette lagern sich an der Oberfläche an. Diesen Effekt sichert
ein länglicher Baukörper, der zusätzlich noch belüftet
werden kann. |
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Biologische Chemische Reinigungsstufe
Das Abwasser erreicht durch das freie Gefälle die biologische
Phosphatreinigung. Ein geschlossener Behälter mit hoher Bedeutung.
Die Reinigungsleistung erfüllen Bakterien, die das Phosphat aufnehmen
und über den sog. Sekundär-Schlamm aus dem Abwasserstrom ausgesondert
werden. Ein geringer Anteil an Phosphat verbleibt noch im Abwasser. Mit der
dosierten Zugabe von Eisen III (natürlicher Stoff) geht das verbleibende
Phosphat eine chemische Reaktion ein und lagert sich auch im
Sekundär-Schlamm an. Im Ergebnis kann mit diesem Verfahren 99 % des
Phosphats aus dem Abwasser entfernt werden. |
Vollbiologische Reinigungsstufe
Aus dem Abwasser sind nun noch die naturschädlichen Stickstoffverbindungen
zu eliminieren. Die drei Belebungsbecken auf der Anlage stellen diesen
Reinigungsprozess mit Hilfe von Kleinstlebewesen und Bakterien sicher. Sie
verbrauchen einen Großteil der Stickstoffverbindungen und der
Schmutzpartikel als Nahrung und lösen sie in unschädliche Bestandteile
auf. Da die Bakterien und Kleinstlebewesen nicht ohne Luftzufuhr leben und
arbeiten können, wird das Abwasser kontinuierlich durchlüftet. |
physikalische Reinigungsstufe
Nachdem das Abwasser alle Reinigungsstufen der Abwasserbehandlungsanlage
durchlaufen hat, erfolgt in der letzen Prozessstufe die Trennung der
Reinigungsrückstände (Sekundär-Schlamm) vom Wasser. Dieser
Prozess hat die Bezeichnung Nachklärung. Die Physik hilft hierbei. Der
schwere Schlamm (Flocke) sinkt auf den Boden des Beckens und gelangt über
Pumpen ins Schlamm-Silo. Das Wasser hingegen gelangt über eine Aufkantung
in die Ablaufrinne zum Schönungsteich. |
Schönungsteich
Dieser Teich dient der Beobachtung und Überwachung der Reinigungsleistung.
Jetzt ist das Abwasser so sauber, dass es bedenkenlos wieder in den Naturhaushalt
sprich in die Flüsse (Sule) eingeleitet werden kann. |
Schlamm-Silo
Der gesammelte Schlamm aus dem Reinigungsprozess besitzt sehr gute
Düngeeigenschaften und ist ein hervorragender Lieferant von pflanzlichen
Nährstoffen. Die Qualität des Schlamms steht unter einer fortlaufenden
Kontrolle, bevor er in die Landwirtschaft als Düngerersatz abgegeben
wird. Mit der Verwendung von Klärschlamm können wichtige Rohstoffe
(Phosphate, Ammonium, etc.) eingespart bzw. ersetzt werden. Dies hilft unsere
Umwelt zu entlasten und spart Energie. |
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